Yojimbo noch mal

Heute ist der letzte Yojimbo-Demotag abgelaufen.

Ich habe mir die Software genau angeschaut und täglich im Einsatz gehabt. Mittlerweile bin ich geneigt, mir dieses Tool zuzulegen: Als eine allgemeine Inbox, die zumindest einmal die Woche abgearbeitet wird, und als Reservoir für spezielle Daten wie Softwareregistrierungen und Passwords.

In den letzten Tagen hat sich noch gezeigt, dass es auch gewiztere Möglichkeiten gibt, Daten aus dem Internet nach Yojimbo zu transferieren. BareBones bietet ein spezielles Javascript für die unterschiedlichen Browser unter MacOSX an, die als Bookmark fungieren. Klickt man sie an, wird entweder nur eine Bookmark in Yojimbo eingetragen oder gleich die gesamte Internetseite archiviert.

How do I install the Yojimbo bookmarklets in my browser?

Bookmarklets look like regular bookmarks in your web browser, but instead of pointing you to a web page, they run a small bit of JavaScript. Yojimbo bookmarklets in your browser allow you to save a web page as a Yojimbo bookmark or Yojimbo web archive with a single click.

Ein paar Probleme hatte ich doch mit schnellen Dateneinträgen via F8-Key. Einerseits kann man wirklich nur zuvor kopierte Daten vernünftig damit nach Yojimbo transferieren; als Notizfeld ist es weniger geeignet, weil automatisiert das, was sich in der Zwischenablage hartnäckig festgesetzt hat, dort eingetragen wird und man das erst löschen muss, ehe man seine Idee formulieren kann. Zum anderen hatte ich oft einfach die falsche URL gespeichert, weil ich diese im Browser leider nur markiert, aber nicht kopiert hatte und eine ältere aus der Zwischenablage eingetragen wurde. Man muss sich also bei solchen Aktionen konzentrieren.

Gleichwohl ist die Aufforderung von Merlin Mann, die Zahl der Inboxen zu reduzieren von einigem Gewicht und hat so manchen dazu gebracht, auf Yojimbo umzusteigen:

After some time keeping my various notes and jottings in different places, I finally saw sense this week and made a permanent switch to Yojimbo as a personal information database, aka external brain.

Die Software ist also doch nicht so überflüssig, wie ich zunächst meinte. Doch bleibt der nicht unerhebliche Preis für dieses geschmeidige Werkzeug.

Ich teste nun ausgiebig Journler als Auffangbecken von Internetinformationen und Ideen, die weiterverarbeitet werden sollen. Es geht schlicht darum, Daten zu erfassen, die man dann später an die zur ordentlichen Verarbeitung genutzte Software weiterleitet; so wie ich Yojimbo eingesetzt habe und wofür es überwiegend gedacht ist. – Zugleich läuft zur Zeit ein Test mit Thinking Rock, das mir als GTD-Applikation, trotz der nicht gerade großartigen Optik, mehr zusagt, als kGTD-OO (über das bei Merlin gerade wieder reichlich Informationen zu finden sind). Thinking Rock nimmt, aber das nur am Rande, sehr gerne einfache Notizen und Ideen auf, die man dann später in Aufgaben umformen kann.

NB: Zum Abschied hat mir Yojimbo anstandslos alle Daten aus der Yojimbobibliothek zurückgegeben.

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2 Antworten to “Yojimbo noch mal”

  1. OmniFocus « Die Kritiker Says:

    [...] Die Kritiker « Yojimbo noch mal [...]

  2. Gedanken zur DreamApp für GTD « Die Kritiker Says:

    [...] Die Einfachheit von Yojimbo (das ja keine GTD-Applikation ist) spricht schon sehr für sich, aber hat eben auch Nachteile. Die konkrete Funktion von Thinking Rock ist Vorteil wie Nachteil: Ich kann nur dieses Abarbeiten der zu erledigenden Dinge entsprechend den Vorgaben bewältigen, aber zusätzliche kleine Nebensächlichkeiten, die dabei ebenfalls anfallen, sind eben nicht möglich. Die Verknüpfung der unterschiedlichen Aspekte einer Sache findet nicht statt und ich muss sie mir woanders zusammen klauben – unter Verzicht der GTD-Funktion. [...]

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