Archive for Mai 2006

Conspiracy?

Mai 22, 2006

Kanstantin stellt Fragen. – Also wirklich.

Wo führt die Treppe hin? – Na zum Kettenshrine an der Themse:

Die Nichts

Mai 21, 2006

Die Nichts (von mir aus auch »Das Nichts«) hat ihre Bahn-Aktion eingestellt.

Dank eines aufmerksamen Lesers wissen wir jetzt folgendes über die NichtsCard-Aktion von Das Bahn:

Den Brief hat die Deutsche Bahn allen Kunden zugeschickt, die seit dem 1. April 2006 ihre Bahncard 25 gekündigt haben. Laut Bahnsprecher Achim Stauß haben nur die unter 60-jährigen Kündiger diesen Brief bekommen. „Die Aktion ist zugegebenermaßen ein unkonventioneller und frecher Weg. Sie erzeugt Aufmerksamkeit und polarisiert“, sagt er.

So zu lesen bei der Stiftung Wahrentest, deren Mitarbeiter Uwe D. auch Post von Das Bahn erhielt.

Übrigens, so Stiftung Wahrentest, hat Das Bahn die Aktion eingestellt. – Warum nur?

4 Akkorde Bloggen

Mai 19, 2006

Na, kommt nix im Fernsehen?

1 Stunde Zeit über?

Was tun?

Dann bitte einfach mal Computerkucken über Bloggen und WEB 2.0.

Bei Johnny. Wo sonst!


Johnny Guitar vom Spreeblick spielt London Calling von Clash und sagt,
warum er bloggt und was das bringt.
(Klick auf’s Bild)

Denn:

Dieser Song hat 4 Akkorde. Der ist auch nicht gerade schwer zu spielen. Der ist schwer, richtig gut zu spielen – wie man’s gerade gemerkt hat. Aber – mh – der ist nicht wirklich schwer zu spielen. Und ich behaupte, dass dieser Song und viele viele andere natürlich, äh, viele Stücke der Popkultur, äm, ’nen viel größeren Einfluss auf Menschen hatte, als das jede Powerpoint Präsentation jemals haben könnt‘ – könnte. Und, äm, wenn man den Text sich ankuckt und wenn man ’ne kleine intellektuelle Transferleistung dabei vollzieht, von dem Song von Clash, London Calling, dann weiss man eigentlich auch, warum ich blogge. Das ist nämlich auch ziemlich einfach und – ist für viele Leute ziemlich wichtig. — Danké!

Ja, so geht das mit dem Bloggen. Und es ist ziemlich schwer, die 4 Akkorde des Bloggens gut zu spielen.

Sakrileg

Mai 18, 2006

Ganz kurz nur, diesmal.

Rüdiger Suchsland bestätigt wieder einmal meine Ahnungen: Shitkram, der Film (i. e. The Da Vinci Code).

Forrest Gump und Amélie auf der Jagd nach dem Heiligen Gral

Darüber hinaus liefert Suchsland aber auch eine kurze Darstellung der Krise des amerikansichen Mainstream-Kinos.

Und auch unter dem Risiko, aus 9000 km Entfernung was falsches zu Diagnostizieren: Müll.

Quicksilver II

Mai 16, 2006

Eine Plage, sag ich, ist dieses verdammte Programm Quicksilver von Blacktree.

Eben lobe ich noch die Mighty Mouse, und jetzt erzähle ich etwas von dem Programm, das die Maus überflüssig mach – praktisch. Aber so ist das im Leben, die eine Erfahrung jagt die andere.

Quicksilver nutze ich schon geraume Zeit, mal mehr mal weniger. Aber jedesmal darf ich wieder feststellen, wie angenehm und die Arbeit beschleunigend der optische Zugriff auf die Konsole ist. Man arbeitet nicht in diesem nerdischen Programmierungs- und Befehlsfenster mit schwachsinnigen Kürzeln, sondern schön übersichtlich und bequem auf einer eigens geschaffenen Oberfläche. Über die steuert man den gesamten Mac. – Hab ich sicher schon mal alles an dieser Stelle erzählt.

Aber: dass ich jetzt, anstatt die einfachen Tastaturbefehle auszuführen, um in Safari ein neues Tab zu öffnen und den Domainnamen einzutippen, automatisch nach Quicksilver greife (ctrl + Leertaste) und dann den Domainnamen eingebe, ist schon ein erstaunlicher Eingriff in die Arbeitsroutine.

Mehr zu Quicksilver findet man bei Merlin Mann auf 43folders.com.

Gegege

Mai 16, 2006

Vor über einem Jahr habe ich Komm, süßer Tod, die Verfilmung des gleichnamigen Wolf Haas Romans, gesehen.

Aber interessant: Jetzt lese ich endlich das Buch (nachdem ich zahlreiche andere Haas Krimis lesetechnisch verräumt habe).

Nur ein Beispiel:

Der Czerny war für seinen Schnurrbart berühmt, der eher wie eine gulaschfarbene Zahnbürste ausgesehen hat, und Ironie des Schicksals: Trotz Zahnbürste im Gesicht hat er einen fürchterlichen Mundgeruch gehabt. Und ob du es glaubst oder nicht: Das war noch das Sympathischste an ihm

Das ist einfach großartig. Lesen!

Wolf Haas
Einfach alles lesen
Zum Beispiel als Rowohlt Taschenbuch

Mäuse

Mai 16, 2006

Seit gestern schnurrt hier eine Mighty Mouse.

Keine 2,5 Jahre hat The Mouse von MacMice gehalten.

Sie war gut, schnell, weiss und hatte zwei Knöpfe (Buttons). Aber irgendwann, vor ein paar Wochen, fing sie an zu spinnen, simulierte Doppelklicks, wenn ich nur einmal geklickt hatte. Anfangs nervte das ein wenig. Über kurz zeigte sich, dass man so beim besten Willen nicht arbeiten kann.

Zunächst schaute ich, ob sie vielleicht mit MacOSX 10.4 nicht kompatibel ist. Im Netz: keine Antwort, keine Treiber, nix. Nur, die ursprüngliche Herstellerfirma vertreibt sie nicht mehr, sondern jemand anderes, der keinerlei Informationen auf seiner Homepage hat.

Dann kam die große Reinigung. Da sammelt sich ganz schön Schmutz an, in so einer Maus. Würg. – Aber auch die saubere Maus lief nicht mehr. Also stieg ich auf die Apple Maus des Cube um, der zur Zeit nicht sehr genutzt wird. Und siehe, alles lief wieder gut, wenn auch langsam. Die alte Applemaus läuft einfach langsam, denn sie war für kleinere Displays gedacht (oder was weiss ich?).

Doch der Kauf einer MIghty Mouse war im Grunde beschlossene Sache. Also fahr ich Samstag mit dem Fahrrad zum Mac-Händler meiners Vertrauens (und es ist keine bundesweit agierende Kette). Doch vor dem bekannten Laden in Schöneberg darf ich feststellen, dass man sich jetzt ganz auf die Dependance in Steglitz verlegt hat.


Bild: Apple

Schöneberg—Steglitz: ist ein ganzes Stück, aber immer gerade aus. Und das im Samstag-Mittag-Wochenend-Hauptstraßenverkehr. Na danke. Dann besser vorher schnell in der Distillery ein wenig bernsteinfarbenen Stoff von den schottischen Inseln sicher stellen – und ja kein loses Zugreifen und Überreden: in einem Laden voller Whiskeyflaschen der feinsten Sorten lockert sich das Portmonnaie wie von selbst, handelt es sich doch um Investitionen in die zukünftigen Leseabende im schweren Sessel. Die teuren Whiskys kann man übrigens bei einem WEB 3.0-Treffen mal verkosten – und dann immer noch kaufen (18-jährigen Talisker zum Beispiel).

In Steglitz ist der Kauf der Mighty nicht der Rede wert. Aber erst am Montag am Rechner kann ich sie testen. Und gestern habe ich sie angeschlossen und getestet. – Ich habe einige Mäuse unter meinen zarten Fingern geschoben und gestreichelt, geklickt und geschwuppt. Keine war je so wie diese. Die Mighty ist von einer Präzision und Akkurates in der Handhabung, wie ich sie von Mäusen bisher nicht kannte. Der Nippel bedient sich wie von selbst. Nicht eine Sekunde musste ich mich daran gewöhnen. Es schnurrt alles ganz nach Wunsch und besser. Die Mighty ist die beste Maus, mit der ich bisher gearbeitet habe.

Jedem Mac-Nutzer kann ich sie nur dringend empfehlen.

GTD: Mori 1.2b

Mai 15, 2006

Mori, der Nachfolger des Hogbay Notebooks, entwickelt sich gut – und das auf Kundenwunsch.

Am 12.05.2006 erschien Mori 1.2 Beta. Jesse Grosjean hat seine Kunden erhört und altbekannt und geliebte Features in die neue Version von Mori ein gebaut. Mit dabei ist jetzt wieder ein zusätzliches einfaches Textfenster ohne das GUI-Gezuppel, das Programm öffnet beim Neustart das zuletzt offene Notizbuch und nutzt die Rechtschreibkontrolle, Lesezeichen (die sich wie die Markierungen in Mail ausnehmen) sowie die drei Spalten Optik sind wieder möglich und – für mich an oberster Stelle – der „Speicherbalken“ taucht nicht mehr auf, wenn man eine Notiz innerhalb des Notizbuches verschiebt oder sonst eine rechenintensive Aktion ausführt (Jesse hat wohl den Code optimiert). Puh.

Die Liste aller Neuerungen findet man bei Hogbay Software.

Damit einher geht allerdings ein neues Format. Die Dateien der frühere Fassung müssen in ein „Neues Notizbuch“ importiert werden. Ist alles halb so wild.

Bei alledem ist zu beachten: Jesse reagiert unmittelbar auf Kundenwünsche. So soll Software sein. Testen schadet nicht. Ich brauche Hogbay Notebook jetzt nicht mehr und kann ganz auf Mori umsteigen (außer bei den Rechnern, die noch nicht unter MacOSX 10.4 laufen).

* Ian Dury

Mai 12, 2006

Gestern also das Ableben des Herrn Adams …

Heute wäre Ian Dury 64 geworden.

Erbschaft

Mai 12, 2006

Wir werden ja noch sehen, was von uns bleibt, nachdem wir erst einmal alles digitalisiert haben.

Darum ist ja auch die Initiative nestor, die ein Memorandum zur Langzeitverfügbarkeit digitaler Informationen in Deutschland (.pdf) veröffentlicht hat so zukunftsträchtig.

Die Erhaltung des digitalen Erbes erfordert zusätzliche und nachhaltige Anstrengungen seitens der politischen Entscheidungsträger, Urheber, Verleger, von Hardware- und Softwareherstellern und der kulturellen und wissenschaftlichen Gedächtnisorganisationen.

Info via heise.de.

Am besten baut ihr eine schöne Gelehrtenrepublik.


Das Bild zeigt das Cover der
Erstausgabe von Arnos Schmidts
Die Gelehrtenrepublik
(ich hab’s vom
Kings College London
geliehen).