Neuer ATPO-Artikel

Ted Goranson serviert wieder einen neuen, lesenswerten Artikel über Outliner.

Der Finder wird obsolet, wie Steve Jobs das bereits angekündigt hat und wofür Spotlight ein Beispiel gibt. Ihren Beitrag dazu leisten auch Outliner. Doch, so Goranson, die Entwicklung ist nicht state of the art: Entweder muss der Kunde schlichtweg nehmen, was er vom Hersteller vorgesetzt bekommt, oder man arbeitet kollaborativ zusammen an Open Source Projekten und kommt zu keinem vernünftigen Ergebnis. Ein wenig mehr versprechen die Versuche von HogBaySoftware, die bei Mori die Kunden die Richtung der Entwicklung mitbestimmen, durch Votings. Ähnlich verhält es sich übrigens mit CP Notebook: im User-Forum werden immer Anregungen gegeben und von Jayson Adams auch aufgegriffen. Das also eines der Themen des Artikels.

Weiter zeigt sich Ted Goranson nicht ganz einverstanden mit den alten Ordnungssystemen: der Ordnerhierarchie. Das bleib nicht ohne Widerspruch in den Kommentaren. Dem widerspreche ich auch.

Was ich schreibe, bedarf einer Struktur. Nur so kann ich die Sache bewältigen. Die Struktur entwickelt sich jedoch langsam. Zunächst ist da eine Gedankenwolke, die kurzerhand eingetippt wird. Dann überlege ich, wie ich, was ich sagen will, verständlich mitteile. Darüber, über die Gedankenführung, die beim Leser zum Verständnis der Sache führen soll, entwickelt sich die Struktur.

hähä, und natürlich verschaffe ich mir so Klarheit über die eigenen Gedanken und Ideen: ist das sinnig, logisch, verständlich, hab ichs selbst überhaupt begriffen, um es vermitteln zu können usw., etc. pp.

Und für diese Fälle sind Outliner optimal durch ihre strukturbildenden Möglichkeiten, Schnippsel zu ordnen und in nachvollziehbare Reihenfolgen zu verschieben.

Die Ausführungen von Goranson zu alternativen »Ordnungssystemen« sind sehr komplex. Ich les‘ die dann noch mal durch, ehe ich das vertiefe. Er hat viel übrig für smarte Ordner, die auch auf Label und andere nutzbare Auszeichnungen für Daten reagieren und Dinge aktiv fortführen. Das seien die Nextgeneration Outliner: die mitdenken. Zudem findet er gerade die nicht vorhandene Möglichkeit, Unterordner zu generieren, bei der BareBones Software Yojimbo (eine Besprechung der Applikation) hervorstechend. Der Ansatz biete die Möglichkeit, umzudenken, weg von den Ordnerhierarchien. – Nun bieten aber andere Outliner genau diese Möglichkeit immer auch: man muss ja keine Ordnerhierarchien anlegen und kann labeln. Aber bitte, wem’s gefällt.

In den Kommentaren weist er selber darauf hin, dass im kommenden Aufsatz unter anderem Journler besprechen wird, der Sachen bietet, die man bei anderen nicht findet. Aber auch Tinderbox 3.5 ist mittlerweile da und

there will be at least one thing on that [features]list that will blow you away.

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