Kreise ziehen

Beobachtet man Statements der Presse über Blogger und das Bloggen, wird immer wieder deutlich, dass da ein großes Mißverständnis vorherrscht. Bestätigt wird das diesmal auf N24, wo über eine Untersuchung vom Forschungszentrum Pew Internet und American Life Project Bericht erstattet wird (man hätte ja auch kurz »berichtet« schreiben können, aber hier wird »erstattet«):

Nur fünf Prozent der Blogger widmet sich hauptsächlich der Behandlungen von Nachrichten und Neuigkeiten – während 37 Prozent vornehmlich über eigene Erfahrungen und das eigene Leben reflektieren. Dieses Ergebnis einer neuen Studie steht Erwartungen entgegen, Weblogs könnten die Tageszeitungen von morgen werden.

Ja Herrschaften, wollen Blogger die Tageszeitung von morgen sein? Wer sagt denn sowas? Na, die Medien natürlich, die aus Unkenntnis Angst haben. Freilich gibt es ambitionierte Blogger, die auch zum Teil bessere Arbeit abliefern als Journalisten. Aber hey: zig Millionen Weblogger, und jeder Blogger ein Journalist?

Eine der Forscherinnen (darüber wird geforscht!, kann man ja irgendwo auch verstehen, aber das Ergebnis …), nämlich Amanda Lenhart, teilt uns laut N24 mit:

»Blogs sind so individuell wie die Leute denen sie gehören, aber diese Studie beweist, dass Blogger in erster Linie an ihrer eigenen kreativen Selbstdarstellung interessiert sind«

Oh, it’s shocking!

Ein Blick in ein paar Weblogs hätte es zu dieser Erkenntnis auch getan. – Danke für die bestens angelegten Forschungsgelder.

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