Netze im Kopf

Weil wir doch von der Vernetzung sprachen.

Gestern stolperte ich über eines dieser Weblogs (es könnte durchaus Indiskretion Ehrensenf Ehrensache vom Handelsblatt gewesen sein – oder ein anderes) und darüber auf einen Artikel von Herrn Saatchi (DER Saatchi! – Ich saatch sag nur »Werbung«, »Agentur«!, You know?) bei ftd.de, wo er sich bei seinem Abgesang auf die Werbung auf irgendeine Untersuchung bezieht. Aber hören wir einfach mal rein:

Alles spielt sich im Kopf ab – alles ist nur noch eine Frage der Psychologie. Sozialwissenschaftler teilen die Welt heute in „Digital Natives“ und „Digital Immigrants“ ein. Zu den Letzteren zählen alle Menschen, die älter als 25 sind. Sie mussten die Digitalsprache mühsam erlernen. Und sprechen sie bis in alle Ewigkeit mit starkem Akzent. Die Jüngeren dagegen haben sie wie eine Muttersprache erlernt, mühelos während des Aufwachsens.

Das neueste Gebrechen, so die Neurowissenschaft, besteht darin […] , dass sich das Hirn des Digital-Muttersprachlers physisch verändert hat. Seine Synapsen sind vernetzter. Es reagiert schneller. Es siebt aus und speichert weniger, sein Erinnerungvermögen ist geringer.

Ja, wir ziehen uns da einen anderen Menschen heran. Und das ist auch ganz normal so. Ich habe keine Bedenken. So ist das: Andere Umstände, andere Menschen.

Im Hinblick darauf ist der Kommentar von Stephan Fröhder trotz der Hitze bestens geeignet, die Sache auf einen Punkt zu bringen: Medienkompetenz ist nach wie vor wichtig. Und die werden die Jungvernetzten sich – spielend – erarbeiten, eben gerade aufgrund des Umgangs mit der Fülle an Daten (ob das Informationen sind, steht auf einem anderen Blatt). Doch ein wenig Hilfestellung und Orientierung können wir Älteren (Eckhard Henscheid) ihnen mitgeben.

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Eine Antwort to “Netze im Kopf”

  1. Die Kritiker » Blog Archive » Analog oder Digital? Says:

    […] Das Maß an Konzentration, die nötig ist, Dinge zu durchdenken und zu bearbeiten, nimmt mit dem Konsum der Medienmasse ab. Wie schon früher erwähnt, entwickelt sich da eine ganze Generation von »Digital Natives«, deren Kompetenzen woanders liegen werden. weniger werden die Fähigkeit besitzen, die notwendige Konzentration an den Tag zu legen. […]

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