Archive for August 2006

Das Energieproblem ist gelöst

August 31, 2006

– meinen jedenfalls ein paar Iren aus Dublin:

Die Steorn Ltd. Docklands Innovation Park, East Wall Road, Dublin 3, Ireland:

Wir haben ein Verfahren zur Gewinnung kostenloser, sauberer und jederzeit verfügbarer Energie entwickelt.

Dadurch wird das Aufladen Ihres Telefons, das Tanken Ihres Autos überflüssig. Eine Welt mit einer unbegrenzten, sauberen Energieversorgung für alle.

Unser Verfahren wurde vor dem Einsatz von unabhängigen Technikern und Wissenschaftlern geprüft und stets für nachweislich wirksam befunden.

Wenn das der Herr Tesla noch hören könnte. [UpDate] Ein Kommentar bei IT&W von Seiten des Klausener Platzes könnte hier den entscheidende Hinweis geben: Der Dritte Polizist weist einen schillernden Wissenschaftler Namens De Selby auf, der solche Curiosa entwickelt.


Unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten

Via IT&W.

Almodóvars Volver

August 30, 2006

Machen wir es kurz (denn es gibt da weiter nichts zu sagen):

Es ist unglaublich wie Pedro Almodóvar, einer der besten Regisseure der Gegenwart, in Volver, seinem aktuellen Film, ein heisses Eisen derart geschmeidig schmiedet.

Oder anders gesagt: Volver ist bis jetzt der Film des Jahres.

Unbedingt ansehen!

Volver
Spanien 2006
R: Pedro Almodóvar
D: Penélope Cruz, Carmen Maura und andere

NB: Ach ja: es ist eine Komödie.

Merlin Mann on Quicksilver again

August 30, 2006

Doch wieder ein paar Handgriffe dazugelernt:


Neue Quicksilvertipps von Merlin Mann

Tip bzw. Tipp

August 29, 2006

Die Domain-Vermarktungsszene hat so ihre Schlichen. Ich hab davon keine Ahnung. Doch wenn es um die Vermarktung einer Domain über das eingerichtete und ausgeübte Webloggen geht, weiss der Herr Schnorr Bescheid:

Verfolgen Sie aufmerksam Trends und Diskussionene in der „Blog-Szene“, suchen Sie die gerade aktuellen Themen und Entwicklungen, mit denen sich „Blogger“ gerade beschäftigen, greifen Sie diese auf und platzieren diese in Ihrem eigenen Blog unter der Rubrik: „Aktuell“ oder „Neu in anderen Blogs“ usw.

Ach, so geht das.

Schnorrs Werk über die Domainvermarktung zu lesen ist kein Vergnügen, sondern harte Arbeit.

Mach den Yojimbo-Test

August 29, 2006

Irgendwann packt einen doch die Neugierde. Was Neues braucht der Datennerd. Also hab ich noch mal die mir bekannten drei Rezensionen zu Yojimbo angeschaut. Ich hab mir die Seite von BareBones reingezogen, und das dazu gehörige Video. Schließlich habe ich mir die Software heruntergeladen (ohne irgendwelche Angaben zu machen) und angeschaut.

Alle Rezensionen sprechen von den Vorteilen der Reduktion, die Yojimbo – im Vergleich zu anderer Software – bietet (Kirk McElhearn:)

Yojimbo may not do as much as some of its competitors, but at times, simplicity is more powerful than a wider range of features.

Was niemand anspricht ist, dass man andere Applikationen ja auch reduziert einsetzen kann. Wer zwingt den Nutzer denn, verschachtelte Ordner in seinem Organizer und/oder Outliner zu nutzen? Schön, wenn man die Möglichkeit hat. Ich brauche sie schon sehr, obwohl ich gerne die Suche nutze. Yojimbo bietet das nicht.

Alsdann verlangen die Leser der Rezensionen gerne den Vergleich. Eine der ersten Rezensionen macht genau das und vergleicht Yojimbo mit Sticky Brain. Ein Mitarbeiter von it-enquirer.com ist alter Sticky Brain Nutzer und kommt in seiner Rezension zu dem salomonischen Ergebnis:

For now, my advice is: download the demo version of Yojimbo first. If you like it, buy it and forget about StickyBrain. If you have doubts, try the StickyBrain license.

Den wirklichen Vorteil zu Sticky Brain (das ich nur rudimentär vor einigen Monaten angetestet habe und also nicht kenne) findet man nicht.

Leser des längeren Artikels auf ATPM wollen Vergleiche mit aller vorhandener Outlining und Organizing Software (Notetaker, CP-Notebook, DEVONthink, Omnioutliner, Mori, MacJournal, Curio und sogar dem Finder.). Nur eine Software wird nicht genannt: Journler, die einizige kostenlose Applikation unter den genannten. Bei all diesen Anfragen ist auch eines klar: Yojimbi will weniger, die andern können weniger, so es der Nutzer will (er kann aber auch, nach einiger Zeit der reduzierten Nutzung, weitere Features seiner Software einsetzen – mit Yojimbo wäre ihm das verwehrt: da gibt es einfach nichts). Deshalb sind sie freilich nicht wirklich vergleichbar.

Yojimbo will alleine Daten sammeln. Ordentlich verarbeitet werden sollen die Daten nicht. Man soll sie lediglich problemlos wiederfinden. Das geht, eine gehörige Menge Daten vorausgesetzt, am besten über die Suchfunktion. Eine Suchfunktion, mit der alle anderen genannten Programme ebenfalls in der oder ähnlicher Form aufwarten.

BareBones bietet zur Einführung von Yojiimbo ein Video, welches die Kernfunktionen in nuce nahe bringt. Darin wird deutlich, dass Yojimbo keinerlei Vorteile bietet. Eher sogar Nachteile. So wird die Funktion Save as .pdf als eine Möglichkeit, Webarchive zu bilden, angepriesen. Will ich die Funktion im Standardinternetseitenbetrachter nutzen, bieten sich neben Yojimbo auch DEVONthink und Journler an, die beide wie Yojimbo die Sache souverain meistern. Doch DEVONthink bietet mehr: man kann die Webinhalte als »lebendiges« Archiv herunterladen und im Software eigenen Browser öffnen: die »Reduktion« auf .pdf ist nicht zwingend. Für DEVONthink Pro habe ich bereits bezahlt, für Journler muss ich nicht bezahlen (darf aber eine Donation geben). Yojimbo würde mich weitere US$ 39,– kosten.


Yojimbo in vollem Ornat

Weiter zeigt der Film, wie man eine Notiz generiert und eine ToDo-Liste für den Tag macht. Yojimbo nutzt eine einfache Text-Edit basierte Schreibeinheit, die keine Listen aufweist, die Einträge werden als plain text einfach unter einander geschrieben. Das können die andern aber auch. MacJournal kann Checkbox-Listen innerhalb der Notiz generieren, einige Konkurrenten können Checkboxen für die einzelnen Einträge generieren. Yojimbo kann keines von beiden. Freilich: man kann Labeln und Flagge zeigen, aber man kann keine Checkbox eintragen und abhaken.

Yojimbo bietet problemlos Extraansichten, reduziert auf die Information. Der Import von Daten erfolgt vielfältig, u. a. über ein Dock, das am rechten Rand des Bildschirms angebracht ist. Aber der Umgang mit Bildern irritiert, denn er weicht von der einfachen Handhabung ab: Bilder lassen sich nicht einfach über das Yojimbo-Dock, das Dock-Icon oder per copy und F8 verstauen. Man muss eine Notiz erstellen und kann da das Bild hineinlegen (was dann wieder per drag and drop machbar ist).

Die BarBones Applikation weist auch Smartfolder auf, doch lassen die sich nicht individuell erstellen. Es gibt lediglich eine vorgefertigte Sammlung, etwa für Verschlüsselte Daten, für Bookmarks, für kürzlich erstellte Daten, die man benutzen kann; eigene Smartfolder erstellen kann man nicht. Ebenfalls ein Manko ist die nicht eingebundene Rechtschreibkontrolle.

Der Hype, der um diese – teure – Software betrieben wird, ist nicht nachvollziehbar und – aus meiner Sicht – durch nichts gerechtfertigt. Es ist eine schlanke, schnelle Software, die alleine Daten sammelt, einen diese aber nicht einmal organisieren lässt. – Gut, das mag der falsche Gedanke eines älteren Herrn sein, der versucht, Ordnung herzustellen und darum unordentliche Systeme nicht verstehen will; der aber zugleich schon jetzt begriffen hat, dass alte Ordnungssysteme durch neue Suchsysteme ersetzt werden. Yojimbo ist ein solches neues System. Es vermag jedoch nicht zu überzeugen. Die Entwicklung wird meines Erachtens auch nicht zu einem radikalen Wechsel führen. Beide Systeme werden verschmelzen und so optimierte Datenverwaltung ermöglichen.

Ach ja, und eines sollte klar sein: Mit Yojimbo ist GTD nur bedingt machbar. Für GTD ist es aber auch gar nicht gedacht.

Yojimbo
(Version 1.2 [24], Universal Binary)
BareBones
US$ 39,–

Batterien prüfen

August 28, 2006

Was ich ja jetzt auch wieder interessant finde:

Seit einem Batteriewechseldichaufruf von Apple vor sicher zwei Jahren habe ich am externen Display die Daten der Batterie meines Powerbooks hängen (Post-It!) – gehabt. Vor knapp 2 Wochen hab ich das Zettelchen weggeschmissen. Ich hab es einfach nicht gebraucht. Und jetzt: wieder eine Rückrufaktion.

Das heisst: PB runter fahren, entkabeln (Mensch, hängen da Kabel dran …, du glaubst es nicht), PB umdrehen und hinlegen, Aufstehen und nach Kleingeld in der Hosentasche suchen, fündig werden, Münzen rauswursteln (Ihr wisst schon, die gute alte Affenfalle: Faust zu groß, um durch die Öffnung zu kommen), Kleingeld auf den Schreibtisch prasseln lassen und passende Scheibe auswählen, Batterie mit dem Geld entriegeln und ohne Geld rausnehmen, Daten abschreiben – alle, auch die Zahlen da oben, die so schön im Zeichenwust versteckt sind –, Batterie wieder einsetzen, PB umdrehen und verkabeln, verkabeln, verkabeln, PB öffnen und neu starten, einen Moment warten, bis auch Quicksilver gestartet ist, bei den einschlägigen Seiten die Daten überprüfen – und feststellen, dass die Batterie wegen des genannten Problems nicht auszutauschen ist.

OK, aber jetzt hab ich das hinter mir.

Und außerdem: ich war zu faul und hab die Kabel einfach drin stecken lassen. Das ging auch, verlangt aber den ganzen Macnutzer.

Tagging vs. Suche

August 28, 2006

Schaut man sich das eigene Weblog an, stellt sich die Frage:

Wassoll’as?

Viele Blogger sind – ursprünglich – angetreten, tatsächlich ein Journal zu betreiben, in dem sie Notizen unterbringen. Angelegt, sie wiederzufinden. – So war es jedenfalls bei mir beim Domainblog. Die Arbeitstechnik war und ist nach wie vor: Schlendern durchs »Internetzel«, in einen Informationshaufen treten, auf dem Blog den Schuh abstreifen und säubern.

Die Wiederauffindbarkeit im Journal ist durch die Suchfunktion weitestgehend gesichert. Woran es aber hapert, ist das Wiederfinden vergleichbarer Einträge. – Moment! Ja, da gibt es die Kategorien. Schon klar. Aber: reichen die im Sinne von Kategorien aus? Oder soll man taggen? Und was bedeutet das für das Weblog.

OK, bevor wir weitermachen: Was ist Tagging?

Das sagen Euch zum Beispiel die _Notizen aus der Provinz:

Im Prinzip nichts anderes als die Vergabe von Stichworten für die Kategorisierung von „Zeugs“.

Aber die Kategorien haben wir ja bereits im Weblog. Kategorien sind recht grob, da sie umfassende Beschreibungen sind, unter die viel passt. Unter »Getting Things Done« stehen hier Artikel über Software und Notizbücher, Stifte und anderem Handwerkszeug zur Bewältigung des alltäglichen bis gänzlichen Lebens. Sucht man da etwas bestimmtes, hilft alleine die Suche. Dann findet man mit gut Glück das Gesuchte, verpasst aber das anders relevante. Mit der Kategorieanzeige findet man zwar auch etwas, aber auch vieles, was man gar nicht gesucht hat. Tagging könnte da etwas verändern.

Indem man nämlich jede Mengen »Kleinstkategorien« schafft und so die Blogeinträge tagged. Das gibt eine ganze Latte von Kategorien und kann wiederum recht unübersichtlich werden. Das zeigte sich in einer Datenbank, die sich mit einem Thema beschäftigte und die zahlreiche Unterthemen mit sich brachte. Dabei war immer zu entscheiden, wie man dieses Unterthema benennt, um es zugleich so allgemein zu bezeichnen, dass auch neue, vergleichbare Einträge da mit untergebracht werden können. Auf Dauer kann das sehr unübersichtlich werden.

Interessant sind da die Ausführungen von Frank Bicking in einem Threat auf audiohq.de. Das Tagging verursacht auch eine Menge Daten:

Informationen redundant zu speichern, bedeutet, sie mehrfach abzulegen, obwohl dies eigentlich nicht nötig wäre. Beim Taggen von Audiodateien machen wir das sehr häufig. Wir schreiben beispielsweise das Erscheinungsjahr eines Albums in jeden einzelnen Track, obwohl man es eigentlich nur einmal zentral festhalten müsste. Oder vielleicht ordnen wir einen Interpreten mit jedem einzelnen Track erneut dem immer gleichen Genre zu.

[…]

Aus der redundanten Speicherung können sich inkonsistente Daten ergeben. Das bedeutet, dass Informationen, die eigentlich überall identisch sein sollten, nicht mehr übereinstimmen, sondern sich widersprechen.

[…]

Keine mir bekannte Tagging-Software achtet darauf, der Benutzer muss die Konsistenz der Daten selbst sicherstellen

Das heisst: Tagging ist Arbeit und kostet Zeit. Jedenfalls bei der Eingabe der Daten. Tagging spart Zeit bei der Suche.

Doch bietet das Tagging auch erhebliche Probleme mit sich: Es vereinfacht Inhalte! Schön beschreibt das der Don:

Problem 1 war die Verschlagwortung. Gute Bücher und Texte haben sehr viel Inhalt, Abschweifungen und Nebenstränge, die in der Regel nicht verschlagwortet wurden. Mitunter war das aber sehr gutes Wissen, das so durch den Rost fiel. Und das Aktuellste war oft noch nicht ausreiched verschlagwortet, oder ging in der riesigen Menge an anderer Bücher unter, die dann einen fetten Klotz meist veralteter, sehr allgemein gehaltener Literatur ergab.

[…]

Blogger haben schon bei der Schreibweise von Tags ihre Probleme: Tag? Tags? Tag Cloud? Tag Clouds? Schlagartig zerfetzt es den Begriff in vier einzelne Brocken in der Tag Cloud, unterschiedlich gross und mitunter entnervend, wenn man alles absuchen muss. Oder einen Klumpen übersieht.

Tagging verlangt vom Nutzer Disziplin. Das zeigt sich auch bei The Guardian.

The Guardian seinerseits nutzt Tags, um auf einem Begrifftableau darzustellen, welche Themen zur Zeit die Blogs der Zeitung beherrschen. Dort nennt man das The Folkdonomic Zeitgeist. The Guardian ist dabei nicht frei davon, Fehler mit einzuarbeiten, indem die Tags, die die Journalisten setzen mit den tatsächlich benutzten Begriffen nicht übereinstimmen oder Vertipper vorliegen und das angeklickte Tag zu keinem Suchergebnis, sondern zu einer Gegenfrage der Suchmaschine führt. Professionelle Nutzung von Tags scheint mir etwas anderes zu sein.

Alles in Allem läuft es darauf hinaus: Tagging ist nicht einfach so. Es erfordert Vorüberlegungen: was wie benannt wird. Der Kopf muss also schon vorher eingeschaltet werden. Man muss sich auf verbindliche Begriffe festlegen – bevor man sie anwendet! Darüber hinaus verlangt die Anwendung konsequentes und konsistentes Tagging, um die Daten auch wieder zu finden. Jeder Eintrag muss korrekt getagged werden. Jedesmal.

Na, dann viel Spaß bei der Übung. – Ich bleibe, glaube ich, erst einmal bei meinen sehr groben Kategorien – und der Suchfunktion.

Keine Ordner

August 28, 2006

Thingamy ist eine noch nicht vollständig laufende (wohl plattformübergreifende) Business-Software, mit und in der man alles regeln kann. Weitere Applikationen braucht man dann wohl nicht mehr.

Die Frage der Organisation ist vom Macher Sigurd klar geregelt:

Consequently „forms“ and „documents“ should be a thing of the (paper-based) past. Full stop.

Alles wird getagged. Darüber hinaus werden aber auch Objektbeziehungen dargestellt, Links hergestellt und – haha – Container installiert. Ein wenig bleibt nun doch von den bekannten Ordnungssystemen.

Grundsätzlich bedarf es allerdings eines harten Umdenkens im Umgang mit Ordnung. Wobei uns da Systemapplikationen auf dem Mac, wie sie bereits Spotlight darstellt, helfen, dieses Umdenken in Bewegung zu setzen.

In dem Zusammenhang sollte man sich immer wieder DEVONagent vor Augen führen. Mit der Software lässt sich nicht nur das Internet absuchen, wobei die Daten »intelligent« ausgewertet und präsentiert werden. Innerhalb des Suchergebnisses kann man nochmals Suchen. Und es wird eine Karte generiert, auf der sich die Beziehungen der unterschiedlichen Suchbegriffe zu einander dargestellt werden.

Das ist, nochmals, ein Hinweis darauf, wie man eine clevere Organisations- und GTD-Software gestalten kann.

Terrorismus

August 28, 2006

Zur Frage des Terrorismus:

Wann verwandelt sich Ideologie in Aktion?

Mokhtar Ghambou: Extreme Ausgrenzung, Frustration, Indoktrination und eine gehörige Portion Dummheit, wenn man glaubt, dass Gewalt der einzige Weg ist. Zusammen genommen, ein sehr komplexes Phänomen.

Mokhtar Ghambou, Yale University, im Interview mit Alfred Hackensberger auf Telepolis.

Ins Grüne

August 25, 2006

Das Wetter wird hier doch noch besser. Mittlerweile scheint die Sonne.

Da sag ich nur: Ab ins Grüne!