Robert Gernhardts Geburtstag

Habe also jetzt ein Gedicht von Gernhardt gelernt, und murmel es alle Stunde vor mich her. Dazwischen pathetisiere ich’s auch gerne laut und frasiere es variantenreich.

Hat man sich für eines entschieden, geht das alles ganz einfach. Das Problem ist in der Tat die Qual der Wahl. Am liebsten hätte ich ein Gedicht der Montaieser Elegie – Das Vierzehnte Jahr memoriert, die ich so sehr liebe. Allein, was nutzt da ein Gedichtchen, man muss dann doch alle 14 beherrschen. Soviel Zeit (ach, Zeit) hatte ich von gestern auf heute nicht.

Im Ohr hat man auch immer irgendwie den Begriff des Weinreinbringers, aber auch das Stück verlangt dem Lernendes einiges ab. – Ich blätterte in Körper in Cafés und fand das traumatisch schöne Nachdem er durch Metzingen gegangen war und lobe nun alle Zeit die Häßlichkeit. Nicht schlecht.

Herzlichen Glückwunsch, Herr Gernhardt.


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