GTD: Rundumschlag

Die Jungs sind einfach herrlich. Da programmieren die und programmieren und sehen wahrscheinlich den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Midnight Beep – Inbox
Seit Ende Oktober (Inbox 0.9.7 Beta) wunderte ich mich, dass sich nichts mehr tut bei Herrn Hansen. Aber weit gefehlt: Er scheint nur sein RSS verändert zu haben oder ich habe ihn einfach in meinem Feeder gelöscht. Egal: Wir befinden uns mittlerweile bei der Version 1.0.3.

Zunächst einmal: Prima, dass das so schnell voranschreitet. – Aber (und hier bringe ich mich in Gefahr der Vorverurteilung, indem ich vorurteile, denn ich habe die aktuelle Version nicht getestet) das ganze Stück Software scheint mir etwas selbstverliebt.

– (? # @-: / / ) !

Woher ich das meine zu wissen? Ich hab‘ mir die beiden Schulungsfilme angeschaut und dachte an die schöne Bezeichnung von Steve Pavlina für Palms:

Golgafrinchan heaven.

Die Sache scheint zwar ordentlich am Getting Things Done orientiert, aber sie schafft keinen Überblick (zum Beispiel versperren die drop-down Paletten die Sicht auf die Dinge!) und ist zu kompliziert. Die Videos selbst helfen einem kaum weiter.

Ich werde, wenn Zeit ist, mir die Software genauer anschauen.

OmniPlan 1.0
Nein, nicht OmniFocus, die noch im weit vor Betastadium befindliche GTD-Software, sondern die Planungssoftware OmniPlan, die freilich auch irgendwie als GTD-Software abgefeiert wird, allerdings in einer anderen Liga spielt – zum Preis von knapp US$ 150,– das Stück.

Die OmniGroup steht für gewiefte Software. Aber wenn man im Manual zu OmniPlan die Zeilen liest:

You have a big mess of stuff that needs to get done, a bunch of people and things you can call on to get stuff done, and some kind of outcome you want to reach as a result of doing all that stuff. Then project management happens.

darf man sich nicht auf die falsche Fährte locken lassen. OmniPlan ist ein Projekt-Werkzeug, das eine große Anlaufzeit braucht, um verstanden und vernünftig eingesetzt zu werden. Es ist ein ganz schöner Klotz, den man sich mit der OmniPlan ans Bein bindet. Das Design entspricht dem, was man von der OmniGroup erwarten kann. Ich habe da ein abschließenden Urteil noch immer nicht gefällt, arbeite aber gleichwohl mit verschiedenen OmniGroup-Programmen – täglich. Doch scheint es eine der wenigen Werkzeuge zu sein, die der Microsoft-Alternative Kontra geben. Es gibt freilich auch noch Merlin.

Dies alles bitte con grano salis lesen: ich habe nicht die notwendigen Kenntnisse, um mir hier ein dezidiertes Urteil zu erlauben. Freilich komme ich immer mehr zur Überzeugung: weniger ist auch bei Software mehr. Doch einige bestimmte Eigenheiten meiner Arbeitsweise müssen doch durchführbar sein – sind es aber nicht bei solchen Werkzeugen.

Basecamp
Zur Zeit lote ich wieder ein Projekt unter Basecamp von 37 Signals aus und bin der Ansicht: da ist keine Lernkurve, man kann sofort einsteigen. Und man muss ein wenig improvisieren, da es nicht so viele Features gibt.

Sehr schön ist da der Hinweis auf Signal vs. Noise, dem Blog von 37 Signals, auf die Differenz der Ankündigungen zweier (Software)Anbieter:

Over 400 new features

vs.

back with fewer features than ever.

Die Möglichkeiten von Basecamp werden (hoffentlich) clever genutzt und an die eigenen Bedürfnisse angepasst. Das geht schon recht gut und ist von anderen Beteiligten problemlos online abrufbar. – Ja, und es kostet nichts, in der Version, die ich nutze. Dabei bin ich immer bereit, gute Software zu kaufen.

Wie vielleicht doch noch
Yojimbo,
das es zur Zeit – bis zum 25.12.2006 – in der Weihnachtsferienaktion MacSanta 20 Prozent günstiger gibt. Wie übrigens viele andere gute Software, beispielsweise MacJournal und K.I.T, sowie das kuriose Curio. Und jeden Tag kommt weitere Software dazu. – Eine Chance, die man sich vielleicht nicht entgehen lassen sollte.


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