FUP

Seit Jahr und Tag verfolgt mich dieses Buch, wenn ich bei Zweitausendeins bin. Diesmal nahm ich es mit und las es beinahe am Stück:

Jim Dodge – FUP


Das Cover, von
Zweitausendeins geliehen.

Man kann das liebe Buch, von Harry Rowohlt übersetzt und von Atak in Bilder gesetzt, an einem Abend leichthin lesen, wenn man nicht gar so müde ist. Und es ist maßlos gut geschrieben. Worum es geht wäre beinahe Nebensache bei dem Stil, den Dodge an den Tag legt, doch die Geschichte ist so unglaublich konzise und prägnant, dabei lustig und leicht, man liest jedes Wort mit Genuss und Freude, lacht unterweilen über einen haarstäubenden Satz von Jake, und schlürft zwangsläufig, vom Buch befeuert, am Whiskyglas.

Zur Untermauerung ein Satz, den der große Johnny Seven Moons nach einigen Schlücken »Ol‘ Death Whisper« spricht:

Und all diese Menschen mit Zäunen, Zäunen, Zäunen. Ist nicht der ganze Sinn der Sache, nichts herein und nichts hinauszulassen? Aber ich weiß, daß du das verstehst Jake, denn du hast keine Zäune, sondern du weihst dein Leben dem Brennen von Whiskey und dem Bewahren der Stille, und das sind edle Tätigkeiten, würdig eines Mannesgeistes.

Dass ich erst nach Jahren drauf kam, das Buch doch noch zu kaufen, ist dabei gar nicht so schlecht: dann hatte ich die Erstfreude daran eben zur Weihnachtszeit 2006. Und auch wenn da Weihnachten nicht drin vorkommt, ist es ein weihnachtliches Buch.

Jim Dodge – FUP
5. Auflage, Frankfurt 2002, S. 129, € 15,–

Nur bei Zweitausendeins.

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