Mindmapping mit mymind

Zur Zeit versucht sich MindManager als Gedankenkartenersteller stärker auf dem Markt zu positionieren. eDragonu berichtet viel von seiner Mindmappingtechnik und bietet sogar einen kleinen Wettbewerb, bei dem man MindManager gewinnen kann. Eine Software für € 199,–.

Doch Gedankenkartieren geht auch günstiger (sollte man keine Lizenz des MindManager umsonst bekommen). Mit der Donationware MyMind.

Sebastian Krauß hat seit 2005 leider kein Update mehr für dieses kleine feine Werkzeug, das unter MacOS 1.4 läuft, gemacht. Nichtsdestotrotz ist es (mit bisher zwei kleinen Macken) stabil und lässt einen schnell eine Gedankenkarte basteln. Die wird allerdings ausschließlich auch in der Outlinekonsole erstellt, weshalb man sich durchaus fragen kann, ob das wirklich etwas mit Gedankenkartierung zu tun hat. [Da hatte ich bei meinen Test nicht genau hingeschaut.]

Doch, hat es. Aber auch die Bearbeitung im Outliner ist kreativ möglich: Denn indem man erkennt wie sich die Karte gestaltet, ändert man innerhalb des Outliners die Herangehensweise bei der Sortierung/Listung der Dinge und Projekte, die man darin darstellen will. In der dann per Klick generierten Karte kann man Verknüpfungen zwischen verschiedenen Positionen herstellen, die einzelnen Punkte verschieben und zu jedem Punkt Notizen machen, die dann entsprechend gekennzeichnet werden. Es gibt zahlreiche Layoutfunktionen, die über den Inspektor eingestellt werden und eine minimalistische Karte zu einem üppigen Bild mit Schatten und Farbe und bunten Kennzeichen machen.

Das kleine Programm glänzt zudem mit einer Anbindung an das Mac Adressbuch und iPhoto. Aus dem in MyMind integrierten iPhotobrowser nimmt man sich einfach ein Bild und setzt es per Drag and Drop zu einem Eintrag in der Karte. Adressen werden in die Karte als eigener Eintrag übernommen, nicht ohne die vorausgehende Frage, ob man die Daten als Spalten in der Outlinefunktion eingetragen haben möchte.

Für einfache, übersichtliche Gedankenkarten ist das ein interessantes Werkzeug, dass aufgrund seines Preis/Leistungsverhältnisses unschlagbar ist. Gefunden habe ich es über einen alten, sehr alten Artikel aus dem Jahr 2004 von der Outliner-Kolummne schlechthin: ATPO, auf deren nächstes Stück wir bereits seit Monaten voller Ungeduld warten.

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