GTD: iGTD

Da jetzt alle darüber schreiben, warum nicht auch ich.

iGTD ist eine schöne kleine Getting Things Done Applikation die intuitiv zu bedienen ist, ein Quicksilver PlugIn gleich mitliefert und nicht groß aufträgt. Die Software geht einem aus dem Weg und lässt einen konzentriert Arbeiten. Fällt einem etwas ein, geht das via Quicksilver schnell in die »Inbox« von iGTD. Dort kann man die gesammelten Einfälle und Ideen dann weiterverarbeiten und zu Aufgaben mit Zeitzielvorgabe unter bestimmte Kontexte und Projekte mit unterschiedlicher Prioritäten einordnen.

Die Software glänzt mit guten Synchronisierungsfunktionen, angenehmen Äußerem und sie ist Donationware. Man kann sie nutzen.

Ich werde Sie aber nicht nutzen, denn sie bietet schlichtweg nicht die Anforderungen, die man an eine Getting Things Done Applikation stellen kann. Das gilt übrigens genauso für GhostAction und Actionastic (oder wie das Werkzeug heißt): Thinkingrock bleibt weiter ungeschlagen, denn das hässliche und grobmotorige Thinkingrock gibt einem die Möglichkeit das Projekt ganz im Sinne von Getting Things Done zu beschreiben, unter den vier Aspekten Grund, Vision, Gehirndusche (Brainstorming) und Organisation, auf die man dann die einzelnen Aktionen und Aufgaben aufbaut. Und stellt man fest, eine einzelne Aktion ist doch eher ein eigenes (Unter)Projekt, dann ändert man das mit einem Klick! Die ehemalige Aktion wird zum Projekt mit den vier Beschreibungsfunktionen, und man kann darunter die einzelnen Aufgaben zum Gelingen dieses (Unter)Projekts organisieren.

Ich glaube nicht, dass es so schwer ist, eine dieser jungen GTD-Applikationen daraufhin umzuschreiben. Warum macht es keiner?

Via

Advertisements

10 Antworten to “GTD: iGTD”

  1. Dominik Says:

    Dem kann ich nur Beipflichten!! Ich benutze selbst Actiontastic, ABER ich muss höllisch aufpassen immer den Prozess zu befolgen und nicht einfach (zeitverschwendend) „rumzumurksen“ und man muss (ebenso wie bei iGTD) alles mögliche extra aufbewahren.

    Im Übrigen: Das früher nicht ganz so überzeugende Midnight Inbox wird seit 1.1 schön langsam ein ernstzunehmender Teilnehmer — Die Performance taugt endlich…

  2. dany Says:

    Also ist es an der Zeit, sich Midnight Inbox wieder mal anzuschauen. Danke für den Tipp.

    Ich finde es schade, dass die Entwickler dieser Programm versäumen, einen der wesentlichen Punkte von GTD zu berücksichten: Auf der Linie bleiben, weil man immer wieder einen Blick auf den »Grund« und die »Vision« wirft, die für das Projekt festgeschrieben sind. Diese Oirentierungspunkte geben immer wieder die Motivation, die an einzelnen Aufgaben abgenutzt wird.

  3. Dominik Says:

    Wow, ein schöner Gedanke. Vielleicht ist es das was mich unbewusst stört. Es ist ja schon so dass insbesondere Actiontastic / GhostAction / iGTD scheinbar (von Menschen) für Menschen gemacht wurden die wesentlich weniger Motivation brauchen [als ich]; bzw. sich „einfach“ in der Früh hinsetzten und die Liste xyz abarbeiten… Wobei ich dann manchmal (entwickle selbst auch Software, und jetzt im Sinne von „eat your own dogfood“) angesichts mancher Fehler doch das Gefühl habe sie waren nicht 100%ig dabei; was ja (im Fall einer GTD Applikation) Rückschlüsse auf die Methodologie des Entwicklers erlaubt ;-)

    Ein Programm sollte einen mehr durch den Prozess führen (im Sinne von begleiten, nicht bevormunden) und dadurch helfen.

    Danke (für die Sichtweise).

  4. dany Says:

    Manchmal bekommt man das Gefühl, das Wesentliche wird in den Kommentaren erzählt.

  5. Rolf Says:

    Einer meiner wichtigsten Glaubenssätze :-) die ich mir aus GTD gezogen habe:

    „1. Sammle alle Dinge, die erledigt werden müssen, in einem logischen und vertrauenswürdigen System, außerhalb deines Kopfes.“

    hilft mir dabei nicht jedes neue Tool zu testen. Ich horte in meinem Journler alle möglichen Zettel und Notizen. Und mt der Terminierung der Einträge, also für mich einem Wiedervorlagedatum werden einzelne Zettel und Ideen zu Vorhaben, gebündelt per Kategorie und Tags zu Projekten und Listen.
    Kann man dann alles nach Datum, Projekt, unerledigt usw. sortieren bis man dann endlich doch nicht weiter um das Tun der Dinge herumkommt.

    Aber, um nun endlich zum Punkt zu kommen, auch bei dieser Vorgehensweise gehen regelmäßig die Zusammenhänge zwischen Grund, Vision und Organisation verloren.
    Von daher mal wieder eine wichtige Anregung hier gefunden.
    Muß mir wohl doch etwas sprechender Bezeichnungen für die Projektordner formulieren.

  6. dany Says:

    Mehr erfährst Du, wenn Du am Freitag um 14 h Zeit findets; bzw. um 14:30 h noch da bist.

    Danke für Deinen Hinweis. (Ich verstoße ja wieder gegen den Grundsatz: Tue Gutes und sprich darüber.)

  7. Rolf Says:

    werde natürlich versuchen Zeit zu schaffen, aber voraussichtlich kann ich nur am Mittwoch dort sein.

  8. daniel Says:

    “1. Sammle alle Dinge, die erledigt werden müssen, in einem logischen und vertrauenswürdigen System, außerhalb deines Kopfes.”

    Ist das nicht erbärmlich? Wozu verfügst Du über einen eigenen Denkapparat???

  9. dany Says:

    Den Denkapparat nutzt man am besten zum Denken und nicht um den Überblick über Aufgaben zu behalten. Dafür ist das externe System da. Und wenn der Denkapparat frei ist von den Gedanken an irgendwelche Dinge, die zu erledigen sind, kann er sich ganz auf das wirkliche Denken konzentrieren.

    Die Methode GTD ist also keineswegs erbärmlich.

  10. chummer Says:

    Hmm, stimmt schon, TR ist deutlich „dichter dran“ am GTD. Ich bin dennoch vor kurzem auf iGTD umgestiegen aus folgenden Gründen:

    1. Irgendwie hat’s mir immer wieder mal mein TR Datafile zerschossen, allerdings habe ich auch „remote“ gespeichert, also via gemountetem SSH-Filesystem.

    2. Die Übernahme von Mails und URLs geht im iGTD einfach flotter.

    3. Du hast’s ja schon angesprochen, iGTD „fühlt“ sich einfach besser an, als das Java Monster TR.

    Die Umwandlung Task -> Projekt ist übrigens bei iGTD auch nur ein Klick.

    Ich glaube, ich bin inzwischen mit GTD einigermassen vertraut, sodass ich auch die nötige Disziplin und Fantasie aufbrigen, das mit iGTD sauber umzusetzen. Tags und Smartfolder helfen hier ungemein.

Kommentare sind geschlossen.


%d Bloggern gefällt das: