Das Rattenpack

Ich habe mich die letzten Tage mit PackRat, dem offline Tool für Backpackernutzer beschäftigt und gebe meine Erfahrungen auf Geheiss von Thorsten gerne Preis.

Nach kurzer Zeit der Eingewöhnung, denn ein bisschen muss man sich schon in PackRat einarbeiten, aber wirklich nur ganz ganz bisschen, zeigt sich, dass man die Daten nach dem ersten Großen Abgleich mit Backpackit nicht »nach«-synchronisieren muss. Die Daten werden unvermittelt zwischen PackRat und Backpackit ausgetauscht:

Trägt man offline etwas in PackRat ein und geht dann online, sind die Daten unter Umständen unmittelbar unter Backpackit verfügbar. Und dabei bleibt es: jeden Eintrag, den man in PackRat macht, wird mehr oder weniger unmittelbar an Backpackit geliefert – im Hintergrund.

Das Anlegen einer Erinnerung oder einer neuen Seite bringt keinerlei Umstände mit sich. Die Daten werden einfach erstellt: auf beiden Seiten. Wobei nicht ganz nachvollziehbar ist, wann die Daten ausgetauscht werden; manchmal kann die manuelle Synchronisation sinnvoll sein. Grundsätzlich läuft das aber automatisiert. Man kann das im Aktivitäten-Fenster überblicken, das man mit »Befehl/0« aufruft.

Die offline Handhabung des Backpackit-Account ist im Detail etwas anders als online, das hat Vorteile und Nachteile, die sich gegenseitig aufheben. Sehr schön bei PackRat ist beispielsweise Rechtschreibkontrolle, die das MacOS zur Verfügung stellt und die in Backpackit selbst – noch – nicht vorhanden ist (oder ist das eine Frage des Browsers?).

Worüber man geteilter Meinung sein kann ist, die Form, in der man Daten in Packrat einträgt: es öffnet sich nämlich ein Fenster über der angezeigten Seite oder ein extra Fenster, sofern man Listeneinträge vornehmen möchte. Anders als in Backpackit, schreibt man nicht direkt auf der Seite, in der Liste usw., sondern in einem eigenen Fenster. Das ist nicht so schön und umstandslos wie man es von Backpackit gewohnt ist. Doch ist sonst grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden.

Beim Erstellen von Listen meint man zunächst, zur Maus greifen zu müssen, um einen neuen Eintrag in die Liste zu bekommen. In PackRat fügt man mit der Return-Taste einen Absatz in das Eingabefenster ein. Mithin leidet der Komfort etwas, andererseits habe ich auch immer wieder Listenpunkte, in denen ich gerne einen Absatz bereits beim Anlegen setzen würde: das geht in Backpackit nicht. Allerdings stellt sich nach einigen Versuchen heraus, dass die Angabe im Fenster der Listeneinträge, man möge doch die Tastenkombination »Befehl/Enter« nutzen, um einen neuen Eintrag in die Liste zu generieren, sich nicht auf die überlicherweise genutzte »Returntaste« bezieht, sondern auf die »Entertaste« am Zahlenblock. Erst damit läuft alles reibungslos bei den Listen, und man hat die Option, von Anfang an auch die Listeneinträge mit mehreren Absätzen zu versehen: mit der »Entertaste« im Bereich der QWERTZ-Tastatur. Will man einen neuen Listeneintrag machen, ist man auf die »Entertaste« des Zehnerblocks angewiesne, die man dann zusammen mit »ctrl« betätigt.

Was Packrat nicht leistet, ist der Zugriff auf Writeboards. Dafür nutzt es Growl und teilt darüber Erinnerungen mit. Erst seit ich PackRat nutze, habe ich auch Geschmack an den Remindern (Erinnerungen) gefunden und nutze sie täglich mehrfach.

Wer will, kann die Software auch abstürzen lassen. Eine bestimmte wiederholte Tastenkombination macht es möglich. Aber hat man begriffen, die die Listeneinträge zu machen sind, passiert der Absturz nicht mehr.

Die Erfahrung, die ich in den vergangenen Tagen mit PackRat gesammelt habe, sind durchweg positiv. Sie führen jetzt auch tatsächlich zu der Überlegung, Backpackit zu einem Bezahlaccount upzugraden. Denn ich habe jetzt Zugriff auf meine Daten, auch wenn ich nicht online bin. Die Voraussetzung, online sein zu müssen, war immer ein Hinderungsgrund, der jetzt obsolet geworden ist.

5 Antworten to “Das Rattenpack”

  1. Thorsten Says:

    Vielen herzlichen Dank für diese ausführliche und praxisnahe Vorstellung und Review.

  2. Daniel Says:

    War mir ein Vergnügen.

  3. Thorsten Says:

    Für was alles setzt du es denn genau ein, Danile, also den Onlinedienst :D

  4. dany Says:

    Im Moment verwalte ich damit einige Listen, die ich abarbeite. Ich habe da zum Beispiel auch ein Archiv für Internetfundstellen.

    In der Regel sind es kurzfristige Seiten, die ich in Backpackit verwalte, etwa wenn ich auf Reisen gehe organisiere ich da, was ich mitnehmen muss und möchte. Oder ich bereits größere Schreibarbeiten vor und nutze dann zugleich Writeboard.

    Das ist alles nicht wirklich streng organisiert und eine Seite hat auch eher Erinnerungsfunktion für Aktionen, die nicht aktuell zu bewältigen sind.

    Jetzt mit PackRat überlege ich das auszuweiten. Allerdings ist je jetzt auch die OmniFocus Alpha bei mir eingetroffen. Es ist nach wie vor das amüsant-ärgerliche lavieren mit den Möglichkeiten der Applikationen, GTD zu betreiben. Dabei läuft es trotz Loborierens recht gut mit der Umsetzung von Aufgaben.

  5. PackRat günstiger « Die Kritiker Says:

    […] Werkzeug, mit welchen man offline den eigenen Backpackit-Account steuern kann. Ich nutzt Pack Rat schon recht lange (weshalb die Darstellungen nicht mehr aktuell sind, seit dem hat sich viel getan, […]

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