und tschüß

Ihr Tekkies in Deutschland. Das wars.

Ihr seit jetzt alle erstmal Kriminelle, oder habt nun inakzeptable Arbeitsbedingungen, weil keine ordentliche Werkzeuge mehr (bitte nmap, tcpdump und anderes sofort vom Rechner nehmen). Damit wird der Tekkistandort Deutschland zielsicher zugrunde gehen. Aber wie ein lieber Freund mitteilt: In Neuseeland, auf der anderen Seite des Globus, werden händeringend ITler gesucht.

Und warum? Wegen § 202c StGB (Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten ):

Strafrechtsänderungsgesetz zur Bekämpfung der Computerkriminalität in Kraft getreten – 13.08.2007

Das Gesetz bringt zahlreiche Verbesserungen, vor allem gegen Ausspähen von nicht gesicherten Daten oder beim Hacken ohne Ausspähen von Daten. Der Schutzbereich der Datensabotage wurde auf Daten von Privaten erweitert. Heftig umstritten ist die neue Strafbarkeit in Bezug auf Hackertools, die wegen der Notwendigkeit von Sicherheitstests mit diesen Tools kritisch gesehen wird. Unternehmen sollten sich gründlich mit dem neuen Gesetz auseinandersetzen, um nicht selbst mit den neuen Paragraphen in Konflikt zu geraten.

Eingetragen in die Datenbank von juris ist § 202c StGB noch nicht.

Einen Überblick zum Thema findet man bei heise.

Im Entwurf lautet § 202c:

§ 202c
Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten

(1) Wer eine Straftat nach § 202a oder § 202b vorbereitet, indem er
1. Passworte oder sonstige Sicherungscodes, die den Zugang zu Daten (§ 202a Abs. 2) ermöglichen, oder
2. Computerprogramme, deren Zweck die Begehung einer solchen Tat ist, herstellt, sich oder einem anderen verschafft, verkauft, einem anderen überlässt, verbreitet oder sonst zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) § 149 Abs. 2 und 3 gilt entsprechend.“


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