Archive for Oktober 2007

Blutigschreiben im National Novel Writing Month

Oktober 30, 2007

Ein Wettbewerb der kreativeren Art ist der National Novel Writing Month, der vom 01.—30. November geht; also quasi im November stattfindet.

Man kann sich anmelden und muss innerhalb der 30 Tage 50.000 Wörter zu »Papier« bringen, das sind etwas mehr als 1.666 Wörter täglich.

Die Seite National Novel Writing Month ist mehrsprachig angelegt, so verwundert es nicht, dass auch fremdsprachige Romane mit Freuden akzeptiert werden.

Also Jung-und-Altautoren und -autorinnen: schreibt tippt Euch – nach Anmeldung – die Finger blutig.

[Via]

Stereo Total im Postbahnhof

Oktober 29, 2007

Gestern war es wieder mal soweit: Stereo Total spielten für die Berliner Gemeinde auf. Mit diesem Konzert beendeten sie den ersten Teil ihrer großen Europatour, mit der sie das neue Album »Paris—Berlin« vorstellen (und auf das ich zu einem späteren Zeitpunkt zu sprechen kommen werde).

Ich spare mir die Superlative. Sie sind und bleiben einer der größten Liveacts aus Berlin und Deutschland und überhaupt. Brezel Göring zeigte sich aufgedreht wie nur je. Sein laubgesägtes Elektronikum war diesmal mit greller Neofolie beklebt, darauf die Insignie der Band. Hitzig und fetzig rockte er mit ausgestrecktem Arm über die Bühne, half aber auch gerne galant Françoise Cactus in die rosa Herzgitarre. Françoise zeigte – überraschend für mich, der ich bis dahin die neue Scheibe noch nicht gehört hatte – wie sie berauschend Trompete bläst. Sie rief für »Liebe zu Dritt« mit glücklicher Hand eine hübsche Finnin auf die Bühne; und übernahm es bei der Zugabe diesmal das Publikum zum Tanz im Viereck zu bitten. – Beide spielten relaxt quer durch die Jahre, im Wechsel am Schlagzeug, den Gitarren und der Elektronik.

Das breitgefächerte Publikum war würdig, im gefüllten Saal des Postbahnhofs am Ostbahnhof, die Stimmung launig glücklich. Geraucht wurde ordentlich, zurückhaltend jedoch getrunken. Das Konzert war leider sehr kurz. Françoise Cactus scheint letzten Endes von den Anstrengungen der langen Tour bis nach Berlin etwas angegriffen. Nun haben die beiden 10 Tage Pause, bis es in London und Glasgow weitergeht, um sich dann, kurz südwärts gen Italien schlenzend, dem skandinavischen Gefilden zuzuwenden. Den Abschluss in diesem Jahr begehen die beiden in Frankreich, um in 2008 noch unbekannte Flecken in Rock ’n Roll—elekropoppige—Ekstase zu versetzen.

Hier ist noch ein stimmungsvolles Filmchen von der Tour im September, das dann übergeht in Wir tanzen im 4-Eck. So voll wars gestern auf der Bühne in Berlin freilich nicht.

Leo [UpDate]

Oktober 26, 2007

Andere habens besser und werden früher bedient.

[UpDate]
Einige, auch hier in Berlin, haben also schon Leo (und das ist ja grundfalsch, dass ich das so nenne, denn es ist kein Löwe, sondern der Leopard) aufgespielt und machen die besten Erfahrungen damit. Es hakelt wohl nicht so wie beim Wechsel zu Tiger. Und das neue Feeling scheint unbeschreiblich.

Muss man wirklich warten, bis die ersten Überarbeitungen vorliegen?

1Password Promo

Oktober 25, 2007

Alles und Jedes schreibt heute über die 1Password Promotion:

Macoholic

Mac Professionall

und weiss der Teufel, wer noch alles.

Aber ich hatte mir das Tool bereits vor einigen Wochen angeschaut und bin kläglich damit gescheitert. Ich habe es nicht begriffen. Eines war mir aber schnell klar, wenn ich 1Password sich irgendwelche abstrusen Passwörter ausdenken lasse und will dann von einem anderen Rechner auf Online-Daten von mir zugreifen, bin ich »am Arsch«.

Ich fürchte, das Tool ist überbewertet. Oder ich einfach nur brumm-dumm und verbohrt.

Viel Spaß,

NB: Rein vorsorglich habe ich mir aber auch eine Umsonstlizenz besorgt. Man kann ja nie wissen.

Taskpaper 1.0

Oktober 23, 2007

Jesse Grosjean, der Mann hinter Hog Bay Software hat es geschafft. Die erste ordentliche Version von Taskpaper ist draußen. Der Preis: US$ 18,95.

Jeder, der GTD umsetzt, sollte sich dieses einfache, übersichtliche Werkzeug einmal anschauen. Das clevere daran: Im Grunde ist es ein Textdokument, das man, sollte Taskpaper gerade nicht zur Hand sein, weil man beispielsweise an einer Windowsmaschine zu arbeiten gezwungen ist, mit jedem Editor öffnen und bearbeiten kann: freilich nicht so komfortabel wie mit Taskpaper selbst.

Wie immer bei den Produkten von Hog Bay Software, haben Nutzer die Möglichkeit, PlugIns und andere Erweiterungen zu schreiben. Jesse selbst hat bereits drei weitere Produkte, die mit Taskpaper kollaborieren vorgelegt: TaskPaper.web, das hält, was der Name verspricht; TaskPaper.vim und TaskPaper.textmate, die beide den Nutzern der entsprechenden Codertools zur Verfügung gestellt werden.

So einfach und klar kann man die Dinge regeln.

Nick Hornby – Slam

Oktober 17, 2007

Der Freund sagt, das sei die Geschichte von einem Jungen, dem es gut geht, bei dem alles läuft und der keine Probleme habe.

Das finde ich einen schönen Ansatz für eine Geschichte. So sollte ein ganzes Buch sein. Im Grunde habe ich schon immer nach dieser Geschichte, diesem Buch gesucht. Beim aktuellen Nich Hornby »Slam« habe ich das nicht gefunden. Beim neuen Hornby hab ich mir wieder die Haare gerauft, konnte ich das Buch nicht wieder aus der Hand legen, musste es aber wieder aus der Hand legen, weil mich die äußerst unterhaltsame und haarige Geschichte zu viel Nerven kostete.

Hut ab Herr Hornby, dieses Jugendbuch über Teenagereltern ist prickelnd, nervenaufreibend und sogartig geschrieben. Wie man das ja von Herrn Hornby gar nicht anders erwartet. Innerhalb kürzester Zeit habe ich es mit größtem Vergnügen gelesen. Jetzt ist das Leben wieder schal. Schreiben Sie gefälligst schneller, Herr Hornby, ich brauche wieder Stoff!

Nick Hornby – Slam
Pinguin Books
London 2007
292 Seiten wie Öl
Bekommt man für knapp € 21,–

NB: J., nächstes mal bitte wirklich ein ruhiges Buch, wir werden alle bald 44, das macht das Herz nicht mehr mit.

PackRat 1.4 ist da

Oktober 13, 2007

Rod Schmidt hat gestern noch PackRat 1.4 veröffentlicht. – Jetzt ist es für alle da.

Goldener Artikel

Oktober 10, 2007

Eine Sache, die mich in den letzten Wochen und Monaten immer mehr quälte, war die Frage, warum sich immer wieder Leser auf diesen Eintrag verirrten.

Im Laufe der letzten 10 Monate sorgte der für immer wiederkehrende Besucher. Schön. Dabei war ich noch immer nicht in der Kneipe, gehe diese als Ziel aber langsam mal an. Dessen eingedenk, und weil ich dann über den Besuch berichten werde und noch viel mehr Menschen nach dem zweiten Einrag mit dem Stichwort »Der Goldene Hahn« in Berlin-Kreuzberg mit gieriger Maushand klicken, schlich sich meine Qual und eine große Erleichterung machte sich in stiller Vorfreude bei mir breit. – Aber nicht für lange:

Die Qual griff schon wieder zu, als ich eben feststellte, dass der im Eintrag hinterlegte Link auf den Eintrag von Herrn Kapielski gar nicht valide war. Keiner hat mir was gesagt. Faule Leserbande.

Noch quälender wurde es, als ich feststellte, dass es der richtige Link zum Artikel von Herrn Kapielski war, der nicht valide ist. Was machen die Damen und Herren von Zweitausendeins eigentlich? So bin ich nun dazu übergegangen, den Link zur Monatsübersicht zu setzen. Da findet der Leser den Eintrag über die Gaststätte »Der Goldene Hahn« in Berlin-Kreuzberg von Herrn Kapielski.

Tag gerettet und Platz für ein weiteres kühlschrankkühles Bierchen. Und Beine jetzt bitte hoch.

Die Sache mit dem Paul Graham Artikel

Oktober 10, 2007

Zu tun, was man liebt, ist nicht so einfach. Das weiß ich, weil ich den Artikel How to do what you love von Paul Graham gelesen habe, nachdem Katrin Passig von der Zentralen Intelligenz Agentur auf den Artikel aufmerksam machte – im Interview mit Jörn Morisse und Rasmus Engler.

Ich habe den Artikel von Graham gestern noch nicht vollständig lesen können – auf englisch! –, weil ich gestern schnell noch weg musste. Also nahm ich mir heute die Zeit. Ich dachte mir dabei: den übersetzt du mal für einen lieben Teenager in deiner Umgebung, so als allgemeine Lebenshilfe gegen den Schulmist. Doch vorher, vor einer Übersetzung des Artikels, wollte ich mir ein Gesamtbild machen, damit ich weiss, in welche Richtung die ganze Sache geht. Also habe ich – Schwups – den englischsprachigen Artikel ausgedruckt, das kleine Dictionary genommen und mich dran gemacht, das Ding zu lesen und schon mal ein paar weniger geschmeidige Begriffe zu übersetzen.

Bei sieben Druckseiten dauert das schon ein wenig. Und das kleine Dictionary liefert auch nur einen begrenzten Wortschatz. Da findet man nicht jeden Begriff. [Wer bringt denn eigentlich endlich mal das kleine leichte Dictionary mit nur weniger geläufigen Begriffen heraus, die sucht man nämlich immer vergebens, weil zu speziell für ein kleines Wörterbuch und nicht so profan wie »love«. Kennt doch jeder: love.] – Nun, ich lümmelte auf dem Sofa [übrigens auch so ein Ding: da haben wir die Information so schön digital und gut leserlich, aber nein, sie wird ausgedruckt (i.e. Papierverschwendung) und unter konventionellen Bedingungen eingesogen.] und las und stöberte hier und da im Dictionary und überlegte mir schon schöne brauchbare Phrasen und strengte mich mit meinen begrenzten Englischkenntnissen ordentlich an. Dabei alternierte ich angelegentlich, um der Idee des Textes ganz zu folgen, zwischen Text und Anmerkung, welchletztere auf der letzten Seite versammelt sind.

Dann kam ich zum letzten Absatz und Satz des Fließtextes, der sich auch auf der letzten Seite – zusammen mit den Anmerkungen befindet. Und was sehe ich unvermittelt? Das, was ich beim gelegentlichen und aber gezielten Blick auf Anmerkungen geflissentlich zu übersehen die Ehre hatte: Die Links zu den zehn Übersetzungen des Artikels, darunter auch eine deutsche von Volker Kopetzky.

Der Zeitpunkt der Entdeckung der deutschen Übersetzung war der Moment, an dem ich das, was ich tat, nicht mehr liebte. – Also weiss ich schon, wovon da die Rede ist.

PackRat 1.4

Oktober 10, 2007

Rod Schmidt suchte vor kurzem nach Beta-Testern für PackRat. Auf meine Bewerbung bekam ich den Zuschlag, neben einigen anderen.

Aktuell habe ich die Version 608 unter meinen Fingern. Die verarbeitet die »Divider« von Backpackit und bringt alles in die richtige Reihenfolge, was vorher nicht möglich war. Ich habe keine Problem mit dieser Version. Sie wird wahrscheinlich der kommende Kandidat.

Was leider nicht geht, ist die neue Funktion Add anywhere. Doch das tut nichts zur Sache. Die Arbeit mit Packpackit in der aktuellen (Beta-)Version von PackRat ist einfach problemlos. Und das zählt.

Let it roll, Rod!