iMindMap

Nun hat Tony Buzan, der »Erfinder« der Mindmaps seine eigene Mindmap-Software im Angebot: iMindMap Die gibts auch für den Mac.

Das Einführungstutorial gewährt einen kurzen Überblick. Ich habe mir iMindMap darüber hinaus ein wenig angeschaut:

Die Software vom Erfinder der Methode für die Methode schafft hohe Erwartungen. Ich meine, die werden nicht ganz erfüllt. Jedenfalls in der Mac-Version der Software.

Für den Regelfall ist vorgesehen, dass man die Mindmaps mit der Maus oder gar an einem Tablet-PC erstellt. Man hat damit die formale Gestaltung in der Hand. Das ist im Sinne des Erfinders. Doch es ist zugleich recht unhandlich am digitalen Werkzeug. Man kann auch Einiges über die Tastatur bewerkstelligen, doch sind die Tastaturbelegungen nicht intuitiv, sondern eher umständlich. Für schnellere Ideendusche gibt es einen entsprechenden Karten-Modus, der die Sache auch nicht deutlich eleganter macht.

Was mich besonders störte: ich konnte – entgegen Äußerungen in Tutorials und der schnellen Einleitung – keinesfalls Äste von einem Stamm zum andern bewegen. Die Software scheint mir in erster Linie für Windowsnutzer entwickelt zu sein. Sie ist aber auch noch im Flavor Linux zu haben. Was meines Erachtens fehlt, aber das widerspricht ein wenig dem Sinn der Sache, ist eine Organizerfunktion. Ich denke gewohnheitsmäßig in hierarchischen Listen und halte das nach wie vor für ein gutes Mittel, Dinge schnell zusammenzubringen. In einem Map umstellen kann man das dann immer noch.

Was sie bietet sind Tabs, so dass man immer mehrere Karten offen halten kann, ohne den Überblick zu verlieren. Solange man online ist, hat man auch Zugriff auf eine riesige Datenbank mit Bildern und Icons, um die Karten zu gestalten. Überintuitiv und hervorragend gelöst ist die Beschriftung der Auswüchse der Karte Man legt einen neuen Arm an und tippt einfach los, erst dann öffnet sich das Kästchen, in das der Begriff des Arms eingetragen wird, welcher sich dann, nach drücken der Returntaste, schön an den Ast schmiegt. Die Software ist auch optisch gut gelungen, übersichtlich und leicht (aber mit der Maus) zu bedienen.

iMindMap ist nicht ganz so teuer wie Konkurrenzprodukte, und man kann der Buzan-Familie beitreten und bekommt dann auf drei Jahre Updates umsonst. Für £ 58,69 Netto (das sind etwa € 84,–) bekommt man ein brauchbares Werkzeug. Aber immer dran denken, es gibt nach wie vor freemind für Umme. Damit kann man auch Mindmaps erstellen, wenn auch nicht so stylisch wie bei Buzans.

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3 Antworten to “iMindMap”

  1. Lapidarium42 Says:

    immerhin;
    die Positionierung des Begriffs am Arm ist ein interessantes Feature. Damit werden dann auch sogenannte Konzept-Maps möglich. Das will mit dem teuren Konkurrenzprodukt nicht gelingen.

  2. Dave Says:

    Wenn iMindMap nicht das Wahre ist, dann findet man vielleicht hier die passende Lösung: Über 30 Mind-Mapping-Tools. (iMindMap ist da übrigens mit dabei).

  3. dany Says:

    Danke Dave. Ich hatte mir jetzt auch schon eine Liste mit Online-MindMapping-Angeboten gemacht, um mir die anzuschauen. Aber die Liste der 30 hat Masse.

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