Lernen lernen

Was ich neulich bei Martin Spitzer wissenschaftlich über das Lernen bestätigt fand, hat mehr als 30 Jahre vorher Sebastian Leitner mehr als vermutet und in Form einer praktischen Anleitung dargestellt:

So lernt man Lernen
Angewandte Lernpsychologie –
ein Weg zum Erfolg

Wer Christian Grüning (Garantiert erfolgreich lernen) gelesen hat, der sich weitestgehend auf Speedreading und Mindmapping kapriziert, und sich fragt, wie bekomme ich den ganzen Kram jetzt ins Hirn, der kommt mit dem Klassiker von Leitner einen Schritt weiter.

Man baut sich eine Leitner-Karteikasten, notiert sich, was man lernen will auf Karteikarten, schiebt sie im Karteikasten hin und her und lernt. Darüber hinaus nimmt einem Leitner mit seinem unterhaltsamen Text jede Angst vor dem Lernen, rückt die Fragen nach Intelligenz zurecht und zeigt, wie man sich belohnt. Wie gesagt: man findet genau das, mittlerweile wissenschaftlich belegt, bei Spitzer, aber ohne Leitner geht nix, denn der zeigt die praktische Anwendung.

Sebastian Leitner
So lernt man Lernen
Angewandte Lernpsychologie –
ein Weg zum Erfolg

Es gibt zwei Ausgaben:
Die Gebundene für € 7,95.
Das Taschenbuch für € 9,90.

Advertisements

5 Antworten to “Lernen lernen”

  1. Vokabeln « Die Kritiker Says:

    […] Handwerkszeug: Den Leitner und (s)eine Kartei. Letztere findet man im […]

  2. Ben Says:

    @ dany

    Hallo,

    ich schreibe gerade meine Abschlussarbeit zu einem Thema welches auf der Theorie Leitners beruht und mich würde interessieren, wo du seine Theorie wissenschaftlich bestätigt bei Spitzer gefunden hast.

  3. dany Says:

    Hi.

    M.E. findet sich das einerseits in der unangestrengten lockeren Form des Lernens, die Leitner für sein Kartensystem propagiert (kein selbstquälerisches Zerfleischen nach Erinnerungen, vielmehr keine Aufregung, keine Anstrengung keine Verrenkung: Karte lesen,2, 3 Sekunden warten, wenn nichts kommt o.k., Karte umdrehen, nachlesen, und dann funktionierts vielleicht bei nächsten Durchgang); und andererseits in der Wiederholung.

    Spitzer zeigt in „Lernen“, dass Lernen und Kreativität in einem emotional positiven Umfeld einfach besser funktionieren; (Merkfähigkeit und emotionaler Kontext, findet man in Lernen auf S. 165 f).

  4. Ottotto Says:

    Meine Lernmethode funktioniert so:
    1. Ich lese mir das gesamte Skript durch.
    2. Ich schreibe alles ab, was ich für wichtig halte.
    3. Ich schreibe eine Mindmap, um die Zusammenhänge des Themas zu erkennen.
    4. Ich schreibe Karteikarten.
    5. Ich schreibe eine super note und alles lieben mich.

    • dany Says:

      Dem ginge bestenfalls noch voraus, dass man, bevor man sich dem Skript ganz widmet, überlegt, was man zum Thema bereits weiss und Fragen stellt, die einem das Skript beantworten soll/kann.

      Das Lernen ist dann zielorientiert und findet Anker im bestehenden Wissen, was die Aufnahme- und Merkfähigkeit verbessert.

Kommentare sind geschlossen.


%d Bloggern gefällt das: