Archive for Februar 2008

Sexhungrige Blicke

Februar 29, 2008

In den letzten Wochen und, ja, Monaten lesen ich ganz nebenbei auch Hammet und Chandler und noch ein paar andere Kasper wieder. Man liest das nach all den Jahren, die seit der Erstlektüre vergangen sind, anders – vielleicht sogar mit noch mehr Freude.

Der dünne Mann wird plötzlich wirklich so lustig wie die Verfilmung.

Zugleich wird man sich seines Siebes bewusst: man erinnert nichts mehr von dem, was vor zwanzig langen Jahren spannende und beeindruckende Lektüre war. Lesenswert sind diese Klassiker auf jeden Fall und immer wieder.

Es fallen einem auch Einzelheiten, Details auf, die früher vielleicht nicht von Interesse waren. Zum Beispiel die Frage: Wie mixt man einen Gimlet. Dank Wikipedia findet man eine Antwort, die gleich aus dem Buch zitiert, welches einen zu dem Wiki-Eintrag geführt hat. Verblüffend.

Was jedoch nicht in der Wikipedia zu finden ist, ist diese schöne Beobachtung, die anlässlich eines Gimlets durch Marlowes Hirn huscht:

Sie hatte jenen feingesponnenen, intensiven Blick, der manchmal neurotisch ist manchmal sex-hungrig und manchmal einfach das Ergebnis drastischer Diät.

Ich freu mich schon darauf, in weiteren 20 Jahren wieder schlaflose Tage zu verbringen.

NB: Den Eintrag »Chandler wiederlesen« zu benennen, habe ich zugunsten des schnittigen »Sexhungrige Blicke« verworfen. Bringt dann mehr Zustrom.

Frühlingsmarkt

Februar 23, 2008

Backup Backpack

Februar 22, 2008

Und weil wir dabei sind: endlich ein von mir seit langem vorgesehener Aufklärungsbeitrag:

Wie hält mans mit dem Backup von Backpackit?

Da es ein Online-System ist, gibts das Backup mitgeliefert. Dafür sorgt der Dienstleister von 37Signals.

Wer Backpackit zusammen mit PackRat nutzt, hat auch noch ein Backup auf seiner Festplatte (die er hoffentlich auch regelmäßig, am besten täglich, sichert).

Sehr schön, man braucht sich eigentlich keine Gedanken zu machen. – Oder doch?

Wie war eigentlich der Stand von meinen Daten vor einem Monat? Seit dem habe ich einige Projekte fortgeführt, sogar beendet und die Seite gelöscht, zahlreiche Aufgaben erledigt, abgehakt und gelöscht und vieles verändert. Äh, wo ist das?

Backpackit ist ein dynamisches System, es verändert sich ständig, und wenn man das nicht loggt, verliert man das Getane. Um die großen Momente der Eigenleistung, die sich in Backpackit darstellen, auf Dauer (solangs die Festplatte hält) zu konservieren, lässt sich beispielsweise DEVONthink nutzen. Und das geht so:

Man legt einen Link auf den eigenen Backpackit-Account als Eintrag an. Klickt man den in DEVONthink an, wird Backpackit mit dem eingebauten Browser in DEVONthink geöffnet. Man hat vollen Zugriff auf den eigenen Backpackit-Account. Nun lässt sich jede Backpackit-Seite als Web-Archiv erfassen. Fertig ist das Ding.

Gleiches lässt sich sicher mit anderen Applikationen wie Journler und Yojimbo erzielen. Und am Ende eines Monats, eines Jahres oder weiss der Teufel, sieht man beim Blick ins Archiv, was man alles gemacht hat.

Backpackit und PackRat

Februar 22, 2008

Backpackit ist nun seit einigen Tagen in verbesserter Version online. Die neueste Errungenschaft ist die Multiuserfunktion. Ein Backpackitaccount kann jetzt von mehreren Nutzern bearbeitet werden. Es ist das neue Intranet, wofern man keinen Solo-Account bucht.

Schade bei der Preisgestaltung ist allerdings, dass man bei einem Multiplan, so nennen sich die Accounts für mehrere Nutzer, erst bei dem für US$ 49,–/monatlich SSL Sicherheit erhält. Der Soloplan für US$ 7,–/monatlich hat SSL eingebaut.

Wie üblich gibt es auch den einfachen, abgespeckten Account für nix, der bereits zwei Nutzer aufnimmt und fünf Seiten ermöglicht. Für ein paar kleine Dinge lässt sich der immer noch sehr gut nutzen – zusammen mit einem weiteren Nutzer.

PackRat hat auf den ersten Metern ein wenig Schwierigkeiten mit dem aufgefrischten Backpackit gehabt, die aber in kürze behoben wurden: irgendwas war mit der API. Jetzt läuft alles wieder wie geschmiert.
[UpDate] … bis auf das Syncingproblem mit den Remindern und den Dividern …

Um die Dinge zu erledigen ist das immer noch eine der übersichtlichsten Möglichkeiten, wenn man sich ordentliche Strukturen aufbaut. Anregungen zum GTD mit Backpackit gibts zum Beispiel bei Patrick Rhone oder Filip Salomonsson.

Topfblumenersatzbild

Februar 20, 2008

Und weils im Frühling blüht und wir jetzt keine blühenden Blüten zur Hand haben, gibts ein Topfblumenersatzbild – nach dem Klick

(more…)

Frühlingsersatzbild

Februar 20, 2008

Heut schien die Sonne, morgen wird es warm, wir hatten keinen Winter, aber Frühling ist auch noch nicht.

Darum schon mal ein Frühlingsersatzbild:

MBA

Februar 18, 2008

Endlich auch hier etwas zum MacBook Air (das die gesamte Branche durcheinander bringen wird, Laufwerke sind bald passee). Ich bescheide mich mit zwei lesenswerten Bemerkungen:

Nicht nur David Heinemeier Hansson von 37Signals ist glücklich mit dem MBA, sondern auch seine Freundin: The MacBook Air could easily be the only machine.

Guy Kawasaki hingegen hatte einige Probleme nicht nur mit dem MBA: Into Thin Air: How I Spent $5,000 on Air and Made Fifty-Year Old Women Swoon.

Radfahren

Februar 14, 2008

ist gefährlich.

Besser Schreiben

Februar 12, 2008

Weil wir gerade darüber reden. Wer besser schreiben will, der findet die richtigen Informationen bei Harold Evans.

Das Buch ist von 1972, die Themen, die er beispielhaft herausgreift, sind veraltet; nichtsdestotrotz ist die Vermittlung des Schreib-Wissens besser als woanders. Das Werk richtet sich auf den ersten Blick an Journalisten, Redakteure und Autoren. Aber es sensibilisiert jeden, sparsamer mit Worten umzugehen und die richtige Wahl zu treffen. – Und ich müsste es unbedingt mal wieder lesen.

Gelle Geller

Februar 12, 2008

Das erinnert mich an das ebenfalls sehr unterhaltsame Interview mit Uri Geller:

Uri Geller: […] Der mexikanische Präsident sagte zu mir, „Uri, Sie haben eine so erstaunliche Sache für uns gemacht, ich möchte, dass Sie ein mexikanischer Staatsbürger werden. Und seither ich habe einen mexikanischen Pass.

Telepolis: Sie sind mexikanischer Staatsbürger …

Uri Geller: Britischer Staatsbürger nun, aber immer noch israelischer Staatsbürger, sicher, aber ich habe einen mexikanischen Pass, und zwar mit der Seriennummer 1. Niemand kann einen mexikanischen Pass bekommen, wenn er nicht in Mexiko geboren wurde. Der Präsident musste eine Carta Naturalisation unterschreiben, um mich zu einem Mexikaner zu machen.

Geller strahlt Begeisterung für die Sachen, die er macht und getan hat, aus, das ist einfach umwerfend – und hat etwas von kindlicher Unbedarftheit.