Outliner

Nach über einem Jahr Pause (der Artikel vom Juli 2007 zählt nicht!), meldet sich Ted Goranson, der Fachmann für Outliner mit seiner Rubrik About This Particular Outliner in der Monatsschrift About This Partikular Mac zurück.

In der aktuellen Ausgabe teilt er mit, jetzt selbst eine Applikation zu bauen, die seinen Ansprüchen eines Outliners genügen. Denn alle gängigen Applikationen sind gut, aber sie bieten jeweils nicht alles, was Ted gerne hätte. Das Werkzeug wird ein webbasierter und medienorientierter Outliner. Ted verspricht, es werde Dinge machen, die man zuvor nie gesehen hat. Mehr aber kann und darf er zur Zeit nicht über das Projekt mitteilen.

Weiter fragt er sich nochmals, ob seine Beobachtungen auf der Macworld Developer Conference and Expo (das ist dieser Artikel vom Juli letzten Jahres, der kein richtiger Outliner-Artikel ist), es gäbe keine Innovationen und keine wirklich coolen Entwickler mehr und es sei doch peinlich, wenn der Veranstalter (Apple) einfach besser und cooler als die unabhängigen Developer sei, richtig sind.

Darüber hinaus steht nach wie vor das Schreibprogramme-Gutachten, bei dem alle gängigen Schreibprogramme (was in dem Fall auch Outliner mitumfasst) für den Mac verglichen werden sollen, aus. Ted beteuert, das sei auch noch in der Mache und kommt bestimmt.

Und schließlich spricht Ted eines der großen Probleme des Softwarenagebots auf dem Mac an: viele kleinen Klitschen mit guten Ideen, können doch nicht davon leben. Denn obgleich MacUser kauffreudige Gesellen sind, sind sie nicht ohne Not bereit, hohe Preise zu zahlen (außer, es geht um den eigenen Mac, i.e. die Hardware). – Allerdings zeigen bereits die ersten Kommentare zum Artikel, dass die MacUser äußerst kauffreudig sind und für zahlreiche Programme viel Geld ausgeben: Kaum einer, der nicht die Standard-Outliner mit ordentlichen Lizenzen auf seinem Rechner laufen hat: DEVONthink Pro, OmniOutliner Pro, Tinderbox, Journler, Circus-Ponies Notebook und so weiter. Geld ist vorhanden, doch das wird gestreut auf der Suche nach der optimalen Software. Michael Mckee destilliert es zu den zwei bekannten Ideen, die sich einander gegenüber stehen:

There’s always the idea of the perfect fit, the holy grail of applications that would make my workflow faster, easier, more efficient, etc..

(also probiere ich ständig neue Applikationen aus) und

Maybe with all the hours I don’t spend demoing new programs I’ll get more writing done.

Aber wenn dann der neue Outliner von Ted kommt, dann finden wir alle unseren Frieden (außer denen, die ihre Daten nicht im Netz haben wollen, und vielleicht noch ein paar andere, denen das Layout nicht gefällt, und die, denen diese eine Feature noch fehlt, sonst würden sie garantiert auch jeden Preis dafür zahlen – auch wenn Ted hofft, das Werkzeug umsonst auf den Markt zu bringen).

Ach ja, und habe ich schon erwähnt, dass der Artikel – wie schon der vom Sommer letzen Jahres – auch nicht wirklich in die Wertung kommt. Irgendwelche Outliner werden ja nicht getestet und/oder vorgestellt. Wir warten. Und testen weiter. Was uns auf die Festplatte kommt.


%d Bloggern gefällt das: