Vokabeln

Knapp 30 Jahre lang habe ich keine Vokabeln mehr gelernt; ich weiss also gar nicht mehr richtig, wie das war. Ich erinnere auch keine Parallelen zu anderem Lernen: Jetzt lerne ich mit Leitners Lernkartei und entdecke folgendes Phänomen:

Beim Abfragen von Vokabeln, habe ich überwiegend keine Vorstellung (im wahrsten Sinne des Wortes) vom – in diesem Fall – englischen Begriff, keine Bild der Buchstaben, des Rhythmus der Silben des Wortes. Die richtigen Antworten kommen einfach aus dem Nichts, wie von ungefähr – und die Karte dann ins nächste Fach.

Mir scheint das eine Qualität des Lernens zu sein, die mich ein wenig verunsichert. Keine Suche im Nebel des Möglichen, sondern die Antwort aus dem Nichts. Ist das nun besser, als was ich aus der Schulzeit erinnere? In jedem Falle ist Lernen auf diese Weise keine Anstrengung. Man geht die Karteikarten durch, schaut, welche Vokabeln man kann, und legt die jeweils richtig beantwortete in das nächste Fach. Kein Lernstreß, kein Hirnzwirbeln: die Vokabeln kommen oder nicht. Wenn nicht, dann vielleicht beim nächsten Mal.

Das Handwerkszeug: Den Leitner und (s)eine Kartei. Letztere findet man im Buchhandel.

6 Antworten to “Vokabeln”

  1. stephan Says:

    es gibt doch top digitale Umsetzungen!
    sogar im web2null-Zeitalter sind welche angekommen!
    Also schau dich mal um.
    am besten nimmst du ein Programm/eine Seite wo schon Vokabeln vorgefertigt sind, wo du also nicht noch alles eingeben musst.

    Gerade bei web2null(.de)-vorgestellten Webseiten können Mitglieder mitmachen und ihre Vokabeln anderen zur Verfügung stellen.

  2. dany Says:

    Danke Stephan. Ich erkenne nur nicht, dass die das Kernprinzip mitbringen: nämlich, dass man gelernte Vokabeln „in ein anderes Fach“ legen kann und nur die nicht gelernten Vokabeln wieder vorgelegt werden. Um dann später die gelernten gesondert wiederholen zu können. – Oder übersehe ich etwas?

  3. vomkreuzberg Says:

    provoc (http://www.arizona-software.ch/provoc/?ref=de) unterstützt die Methodik „Lernkartei“ am Bildschirm in vielen Variationen. Ist aber kein Webzwonull, nur ein Mac-Programm. Aber es gibt von Anwendern zusammengestellte Vokabellisten.
    Mit dem Programm lassen sich mittlerweile aber auch Lernkarten drucken. Etwas haptisches Erfolgserlebnis durch Bewegen vom Karten wirkt doch nachhaltiger wie nur Statistikauswertungen zum Lernfortschritt. gruß rolf

  4. vomkreuzberg Says:

    ps:
    irgendwie habe ich mich jetzt hier als „vomkreuzberg“ angemeldet, keine Ahnung wie

  5. Daniel Says:

    Tja, alter Kreuzberger, damit ist schon wieder ein Stück Deiner Web 2.0-Identität gelüftet.

    Provov macht einen netten Eindruck. Es gibt ja auch Ebbinghaus (http://christian-kienle.de/Ebbinghaus/). Aber die Haptik ist das eine. Aber die Methode nach Leitner das andere. Das erfüllt mE. keines der Programme.

  6. der Kreuzberger Says:

    Tja, des Rätsels Lösung war ein kleiner Versuch mit wordpress.com und übereifrige Cookies.

    zum Leitner; da habe ich vielleicht die Komplexität des Systems unterschätzt. Scheint mehr als gestaffelte Wiedervorlage hinter zu stecken.
    Beim nächsten Ausflug zum Dealer der Droge Buch werd ich mal reinsehen.

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