Pater Noster

Nein, das ist jetzt keine Anmerkung zum Papstproblem und den Äußerungen von Bischof Richard Williamson.

Hier geht es um Heldentum, Abenteuer, einsame Männer an verlorenen Fronten.

Es ist die gefährliche Fahrt mit einem der letzten Paternoster:

Na, jedenfalls ein paar aufschlussreiche Bilder davon.

Das erste Bild zeigt die ungeheure Dynamik des Paternoster. Die Gefährlichkeit der Aktion, alleine und ohne jede Ausrüstung (Schutzhelm, Seil, Abseilachter, Harness, Notproviant, Schneeschaufel, Kompass, Klebeband, Pömpel, Ohrstöpsel), wird unterstrichen durch die auffälligen Warnaufkleber. Leider bewegten mich diese dazu, die Leiter, die ich als einziges Notutensil mitgebracht hatte, doch zurück zu lassen. Ein im Falle des Steckenbleibens geplantes »über die Leiter heraufsteigen« war mithin nicht möglich; die Gefahr gleichsam vermehrt.

Das folgende Bild zeigt, wie rigoros der Pater Noster mich in seine ungewissen Tiefen herabreißt. Links oben erkennt man meine einzige – vergangene – Hoffnung: die zurückgelassene Leiter.

Das Ausmaß der wirklichen Gefahr, in der ich steckte, offenbart nun das folgende Bild. Tiefe Dunkelheit und unbekannte, gefahrvolle Technik. Die Worte »Hier aussteigen« sprechen für sich. Aber natürlich widerstand ich dem dran, hier auszusteigen. Abenteuermutig fuhr ich immer weiter und immer tiefer. Der Versuch des Herstellers vom Pater Noster, die Gefahr mit der Floskel »Weiterfahrt durch den Keller ungefährlich« herunterzuspielen, war nur eine müde Verunglimpfung der Tatsächlichen Risiken. Mich vermochte er nicht zu täuschen.

Und schließlich: Ich kehre – wunderbarerweise – unversehrt aus der Ungewissheit zurück in die oberen Sphären, wo meine Aluleiter treulich meiner harret.

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